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Saturday, 8. may 2010 6 08 /05 /Mai /2010 16:59

07. Mai 2010

Ich sitze bereits seit anderthalb Stunden in der UB (es ist 11 Uhr) und versuche meine Panik bezüglich meines Termindruckes mit Taten zu bekämpfen. Eigentlich hätte ich heute ein Seminar gehabt, von neun bis elf – Germanische Glaubensgemeinschaft – aber meine Panikattacke gestern Abend hat mich dazu gebracht, heute doch anders zu planen. Ich bin kurz vor acht aufgestanden (war gestern bis halb eins wach) und war trotz allem sehr munter. Frühstück und Kaffee und dann ab in die UB.

Ich kam jetzt ganz gut voran, was wohl auch daran liegt, dass der Kaffee wie immer meine Lernmotivation in die Höhe getrieben hat und das auch zusätzlich noch durch Musik gesteigert wird.

Ich habe schon früher festgestellt, dass sich vor allem Jethro Tull sehr gut eignet, im Hintergrund zu laufen, während ich beispielsweise Novalis’ „Europa“ auseinandernehme. Denn gerade mit Musik, mit der man vertraut ist, lässt sich sowas besser machen. Daher bin ich gerade glücklich, weil ich gute Musik höre, während ich produktiv bin. Außerdem stimmt es wirklich: „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ – denn obwohl ich schlecht aus den Bett komme und auch dazu neige, schnell Kopfschmerzen zu bekommen, wenn ich zu wenig Schlaf hatte (und mag es nur eine Stunde weniger sein), bin ich eigentlich eher der Morgenmensch. Da bin ich voller Tatkraft und voller Energie. Ich liebe außerdem die frische und klare Luft am Morgen.

 

Mehr als drei Stunden später. Meine Hand schmerzt, habe ja immerhin fünf Seiten herausgeschrieben. Trotzdem nicht gut.

Ich habe gerade festgestellt, dass alle, mit denen ich mich in meiner Hausarbeit irgendwie beschäftigen wollte, Friedrich heißen. Da musste ich doch ganz schön grinsen, zumal sie alle zu einem Kreis gehörten. Friedrich von Hardenberg genannt Novalis, Friedrich Schlegel und die zwei frühromantischen Philosophen Friedrich Schleiermacher und Friedrich Schelling. Und drei davon haben auch noch einen mit „Sch“ beginnenden Nachnahmen.

Zwei Jethro-Tull-Alben und ein unerwartet gefundenes Blur-Album weiter bin ich jetzt bei dem Soundtrack von „Oldboy“ und dessen Interpretation von Vivaldis „Winter“. Inzwischen habe ich etwas mehr als zwei Seiten meiner Hausarbeit geschrieben und bin gerade dabei, Schlegels „Über die Mythologie“ zu erarbeiten. Bin im Moment nicht ganz sicher, inwiefern ich die Rede gebrauchen kann, obwohl ich mich zugegebenermaßen in Unkenntnis ein bisschen auf sie gestützt habe. Inzwischen zweifle ich wieder einmal, ob ich den Begriff Mythologie richtig verstehe.

 


Nächster Tag:

War danach noch auf der Kleinmesse, die dieses Jahr sooo lohnenswert ist! Total viele Fahrbetriebe und mir ist jetzt noch irgendwie ein bisschen schlecht....Frisbeeee!! Aber der Abend war echt schön und ich war insgesamt 3 Stunden auf der Kleinmesse. ^^

Was ich aber irgendwie sehr gruslig fand, war die extrem große Menge an aufgetussten Teenies. Es war nämlich schon etwas sehr außergewöhnliches, wenn man mal ein Mädchen in diesem Alter fand, das nicht meterdicke Schichten an Make-Up, total frisierte Haare und einen Klamottenstil "Reiß-mich-auf" hatte. Wie auf einem fremden Planet kam man sich da vor und fragt sich, wie die Entwicklung der heutigen Jugend so an einem vorbeigehen konnte. Hübsch waren sie dadurch nicht, sie wirkten nur unglaublich viel älter - so um die 35. *schüttel*

 

von Tikitaki - veröffentlicht in: Das Leben und ich
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Wednesday, 31. march 2010 3 31 /03 /März /2010 17:56

Zu sehen, wie aus den Knospen des kleinen Kastanienbaumes vor unserem Haus grüne Blätter werden, wie die Hecken sich langsam grün und gelb färben - wie kann man da nicht glücklich sein?

 

Heute habe ich den lieben, langen Tag mal so richtig nichts gemacht. Das heißt, ich habe schon etwas gemacht, nämlich zwei Bücher zu Ende gelesen. ^.^ Und dabei die meiste Zeit erbärmlich gefroren, bis ich dann doch wieder die Heizung aufgedreht habe.

 

Als ich den letzten Artikel über Bücher geschrieben habe, stand da eigentlich erst etwas von fünf Büchern, die ich gleichzeitig lese, aber dann habe ich nicht mehr gewusst, welches denn das fünfte sein soll, und dachte, ich hätte mich geirrt. Nein, es gab tatsächlich noch ein fünftes:

 

Bernard Cornwell - Das letzte Königreich

 

Beeindruckend gut geschrieben, handelt es von einem angelsächsischen Fürstensohn, dessen Vater bei einem Einfall der Dänen getötet wird. Er selbst überlebt und wird bei einem dänischen Fürsten aufgenommen, und schwankt nun zwischen den Loyalitäten. Sein dänischer Ziehvater ist ihm weitaus lieber als sein eigener es war - aber wird er je Fürst sein können, wenn er Knecht der Dänen bleibt?

Die Geschichte spielt im 9. Jahrhundert und behandelt auch erstaunlich viel vom Konflikt der beiden Religionen, die ja hier aufeinandertreffen. Nach meiner Hausarbeit ein gefundenes Fressen für mich, da es quasi eine Geschichte um all das spinnt, über das ich in meiner Hausarbeit geschrieben habe.

 

Heute habe ich es geschafft, "Rollende Steine" von Pratchett zu beenden. Eigentlich hätte ich nicht erwartet, dass gerade sein Buch das Rennen macht, aber irgendwie hatte ich seit längerem mal wieder Lust auf den irrsinnigen Spaß, den Pratchett seinen Lesern beschert. ^.^ Außerdem ging es auch um TOD und seine Enkelin - da muss das Buch ja gut sein.

Desweiteren habe ich den vierten Band der Narnia-Reihe gelesen: "Kaspian". Erstaunlich, wie sehr er sich doch vom Film unterscheidet, auch wenn viele Sachen in Varianten auch im Film auftauchen. Es tut dem Film eigentlich keinen Abbruch. Man kann eher sagen, dass hier zwei sehr ähnliche Geschichten erzählt werden.

 

Sonstiger Stand (inzwischen sind es ja wirklich nur noch vier Bücher):

Cornwell: 104 (aber seit längerem nicht mehr weitergelesen)

Riley: 166 (seit 2 Tagen nicht mehr weitergelesen)

Gablé: 218 (heute etwa 100 - das lese ich gerade)

Merle: 38 (seit Montag nicht mehr - ist mein Unterwegsbuch)

 

"Rollende Steine" habe ich gestern und heute durchgelesen, hatte 413 Seiten, ließ sich aber auch recht schnell lesen. Dabei sind mir einige merkwürdige Fehler aufgefallen. =.= (machten statt mochten, ergibt deutlich weniger Sinn...)

 

Eigentlich hätte ich heute Abend noch etwas "sozial" sein können, aber da ich ab morgen Besuch habe und da sicher auch viel noch mit anderen mache, nutze ich wohl doch einfach mal noch die letzte Gelegenheit, mich ganz unbekümmert dem Lesen hingeben zu können. ^^

von Tikitaki - veröffentlicht in: Die Bücher und ich
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Monday, 29. march 2010 1 29 /03 /März /2010 20:22
Ich lese Bücher. Natürlich, das tue ich ja immer!
Aber diesmal gleich vier davon parallel. Ich konnte mich nach "Rad der Zeit 32" einfach nicht entscheiden, welches ich nun anfangen soll und habe mehrere ausprobiert. Mal sehen, welches dann irgendwann mal den Vorrang erhält, aber bisher war es auch schon immer so, dass ich mindestens zwei gelesen habe: eines für zuhause und ein anderes, dünneres für unterwegs.

Was lese ich denn?

Terry Pratchett - Rollende Steine

Wer die Scheibenwelt kennt, der kennt den Tod. Und wenn er den Tod kennt, weiß er, dass die Ewigkeit blau ist. (Und das hat absolut gar nichts mit der folgenden Geschichte zu tun.)
Diesmal steht Susanne, die Enkelin TODs, im Mittelpunkt der Geschichte. Sie ist nämlich ziemlich seltsam. Obwohl keine echte Enkelin, hat sie einige komische Sachen vererbt bekommen, die sie zu einer würdigen Enkelin machen. Wie: sich unsichtbar machen und die Zahnfee sehen (an die sie aber aufgrund ihres rationalen Denkens nicht glauben will). Ferner handelt es auch noch von einem Barden, der sich Imp nennt.
Und mehr weiß ich auch noch nicht, bin erst auf Seite 18. ^^

Judith Merkle Riley - Die Stimme

Ich muss sagen, ich habe mir darunter eher einen ziemlich gewöhnlich geschriebenen Roman vorgestellt - aber das ist er nicht. Margaret, die von einer Stimme den Auftrag bekommt, ihr Leben niederzuschreiben, ist für eine Frau ihrer Zeit (Mitte des 14. Jahrhunderts) eine ziemlich gelungene Mischung aus klug und dumm. Auch wenn es nur eine Romanfigur ist, kommt mir ihre Sichtweise schon sehr logisch vor. Als Frau gewohnt zu sein, immer von Männern unterdrückt zu werden, aber gleichzeitig doch auch einige Dinge in Frage zu stellen. Die Dummheit der Frauen dieser Zeit als Folge der Unterdrückung ist in dieser Figur sehr gelungen geschildert: eine stetige Gratwanderung.
Was ich von diesem Roman nicht erwartet hätte, war der Schreibstil und die Logik hinter den Gesprächen. Man merkt, die Autorin presst der Figur kein Handeln auf, dass zwar toll ist, aber nicht in den zeitlichen Hintergrund passt. Kaum hatte ich mich versehen, war ich schon auf Seite 150. ^^

Robert Merle - Die geschützten Männer

Ich war ja schon von "Malevil", einer genialen Utopie zum Thema "Nach einem Atomschlag", so begeistert gewesen, dass ich mir auch unbedingt diesen Roman ausleihen musste. Wieder eine Utopie: Männer - und nur Männer im geschlechtsreifen Alter - werden von einer tödlichen Seuche dahingerafft. Frauen beherrschen bald die Welt und die wenigen Männer, die als "protected man" überlebt haben, müssen mit dieser neuen Situation zurechtkommen.
Ich bin ziemlich gespannt auf Merles Schilderung der Ereignisse, denn auch den Atomschlag hat er in wahrlich gekonnter Weise dargestellt. Noch bin ich da ziemlich am Anfang.

Rebecca Gablé - Hiobs Brüder

Dafür, dass ich so sehnsüchtig das neue Buch einer meiner Lieblingsautoren erwartet hatte, habe ich mir ganz schön Zeit gelassen, es anzufangen. O.o
Diesmal steht nicht die adlige Gesellschaft im Mittelpunkt, sondern die Ausgestoßenen Englands: Geistesverwirrte, Fallsüchtige, Verrückte. Sie alle werden in einer verlassenen Burg auf einer Insel vor der Küste gefangengehalten, und der junge Simon ist nicht gerade begeistert, von nun an sein ganzes Leben dort verbringen zu müssen. Auf Seite 50, kann noch nicht viel sagen - aber wenn es ein Gablé ist, dann verspricht es, spannend zu werden.

Mal sehen, welches von diesen das Rennen macht?
Nebenbei lese ich die Chroniken von Narnia...also eigentlich fünf Bücher. ^^"
von Tikitaki - veröffentlicht in: Die Bücher und ich
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Monday, 29. march 2010 1 29 /03 /März /2010 20:07
Erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht....
Als ich das letzte Mal geschrieben habe, war ich noch am Anfang meiner Fastenzeit - jetzt ist schon die letzte Woche angebrochen.

Heute hatte ich ein seltsames Erlebnis:
Ich war gerade in einem Einkaufszentrum einkaufen und sehe durch Zufall, wie ein alter Mann vor den Auslagen eines Drogeriemarktes steht und sich langsam, aber zielstrebig, ein Duschgel in seinen Beutel schieben will. Ich war schon fast vorbei, aber ich wollte auch nicht wegsehen, also bin ich hingegangen und habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass ich gesehen habe, was er da machen wollte. Er guckte mich nur etwas verwirrt an, aber blieb stehen. Der Mann war wirklich schon ziemlich alt und auch geistig nicht mehr so auf der Höhe, glaube ich, und es hat mir schon Leid getan, ihn dieser Peinlichkeit aussetzen zu müssen. Weil er aber nicht wegging, wollte ich dann im Laden jemanden suchen, der das ganze mal im Auge behalten soll, aber da ich niemanden gefunden hatte, bin ich wieder rausgegangen und sehe noch, wie das Duschgel schon wieder in seinen Beutel plumpst.
Wieder habe ich ihn darauf hingewiesen, dass ich zugesehen habe, und diesmal meinte er, er wolle es ja auch kaufen. Ich habe geantwortet, dass ich das auch sehen möchte (denn dass der alte Mann das stehlen wollte, war mehr als offensichtlich). Also ist er in den Laden gegangen und hat sich angestellt. Vermutlich hätte er das schnell bleiben lassen, wenn ich nicht dageblieben wäre. Ich bin erst gegangen, als es schon auf dem Band lag und er das Portemonnaie gezückt hatte. Und es hat mich danach noch ganz schön beschäftigt, weil es echt sehr komisch ist, jemanden "zurechtzuweisen", der viel älter ist als man selbst. Außerdem ging mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass er vielleicht wirklich zu arm war, um das zu kaufen. Aber wieso dann gerade Duschgel? O.o
von Tikitaki - veröffentlicht in: Das Leben und ich
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Tuesday, 2. march 2010 2 02 /03 /März /2010 19:11
Heute habe ich durch Zufall eine Rezension eines Buches gesehen, das sich mit der Christianisierung Europas beschäftigt. Mir hat sich fast der Magen umgedreht, als ich sie gelesen habe.
Die Rezensentin wirft dem Autor vor, ja nur die christliche Seite zu betrachten, die Heiden als dumm hinzustellen und die Greueltaten der Christen zu verschweigen.....

Da frage ich mich immer wieder, wieso diese Frau, die ja offensichtlich christentumsfeindlich oder auch zusätzlich noch neuheidnisch eingestellt war, so einen unbegründeten Stuss von sich geben kann, wenn sie schon aus Interesse eigentlich mehr Ahnung von dem Thema haben sollte.
a) Aufgrund der Quellenlage kann natürlich mehr von der christlichen Seite her geschildert werden - so gut wie alle schriftlichen Quellen stammen aus Kirchenaufzeichnungen oder sind in einer christlichen Zeit geschrieben worden! Ja, sogar der liebe Snorri Sturluson war Christ und nein, die Edda ist definitiv nicht die Bibel der Germanen. -.- (In einer anderen, genauso unkritischen Rezension gelesen.)
Und nochmal ja, auch der Herr, der dieses scharf "kritisierte" Buch geschrieben hat, hat daran gedacht, diese Lage der schriftlichen Quellen zu bedenken...
Alle archäologischen Quellen mögen zwar nicht wertend sein, aber sie können keinen Aufschluss über die Gedanken und Gefühle der Menschen dieser Zeit geben. Also, das sollte man schon mal mit bedenken, ehe man solchen Mist schreibt. -.-
b) Die Christen oder besser gesagt die christlichen  Länder waren in den meisten Fällen tatsächlich den heidnischen Ländern überlegen. Sollte man aber besser mal im römischen Licht betrachten, nicht wahr?
Außerdem gibt der Autor doch selbst ein Beispiel, dass diese damals von den Kirchenleuten angebrachte Aussage längst nicht auf alle zu missionierenden Länder zutraf.
c) Christliche Greueltaten - mir ist jetzt ganz konkret nur die Hinrichtung der 4000 Sachsen durch Karl den Großen bekannt und das war 1) eine politische Tat (aufgrund von nicht eingehaltenen Treueschwüren), 2) wird das von den Kirchenleuten selbst scharf verurteilt und 3) hat das der Autor doch auch erwähnt.
Natürlich haben Christen heidnische Kultstätten vernichtet - umgekehrt aber genauso. Man sollte das mal eher im politischen denn religiösen Licht betrachten, dann kommt man der Sache nämlich schon näher. Man sollte auch bedenken, dass die "Bekehrer" christianisierte Germanen waren, jawoll, was sagt man dazu.

Der Autor scheut auch nicht davor zurück, zu berichten, wie sich das Christentum in jener Zeit verändert hat. Nicht unbedingt zum Positiven. Wie da die Rezensentin behaupten kann, er stünde auf christlicher Seite und mache das arme, arme germanische Heidentum schlecht, ist mir völlig unbegreiflich. -.-
Ich weiß auch nicht, was die Frau erwartet hat. Eine Schilderung der Glanztaten der Germanen? Wie das Germanentum untergegangen ist, weil das schreckliche Christentum verbreitet wurde? Irgendso etwas in der Art scheint sie wohl vorausgesetzt zu haben.

Sowas regt mich schon auf. Ich will nicht behaupten, dass ich selbst alles vorurteilsfrei betrachten kann, aber das kann eigentlich niemand (aufgrund des kulturellen Hindergrunds). Ich jedoch bemühe mich wenigstens.
Dieser Frau stand wohl aber ihr Hass auf das Christentum im Weg.

Nebenbei: ich habe heute drei Seiten an meiner Hausarbeit weitergeschrieben, obwohl es mir irgendwie gar nicht so vorkam. Jetzt komme ich zum theoretischen Teil, das ist schwieriger. ^^" (Weil ich mir dazu noch einmal die Texte vom Anfang des Semester zu Gemüte führen muss. Waren die Glaubensvermischungen in der Wikingerzeit nun Synkretismus oder nicht? O.O
von Tikitaki - veröffentlicht in: Das Leben und ich
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Monday, 1. march 2010 1 01 /03 /März /2010 10:04
Heute feiert ein ganz besonderer Mensch sein Jubliäum: Mein Papa wird 50!!
Somit reiht er sich ein in die Riege der "Old Men" :

http://img12.imageshack.us/img12/4410/433pxiananderson2.jpg

Mein Papa ist nicht nur der allertollste auf der Welt, weil er genau mein Papa ist, sondern weil er mich immer unterstützt hat, wenn ich Hilfe brauchte (angefangen von einer zu reparierenden Brille bis hin zur finanziellen Unterstützung, ohne die ich nicht studieren könnte), immer für mich da war, mir seinen Humor und seinen Musikgeschmack vererbt hat und den ich für sein handwerkliches/technisches Können immer bewundere. Nicht viele fitzen sich so gut in neue Sachen ein, wie es mein Papa macht, wenn er sich für etwas interessiert!

Ein besonderer Teil seines Lebens ist die Musik: Schon früh hat er zusammen mit seinem Bruder Hitparaden im Radio aufgenommen und die damalige Technik und die Fiesheit ihres Vaters machte das Unternehmen schon etwas schwerer. Doch die Leidenschaft meines Vaters für Musik ging noch weiter: Er verkaufte das Radio (obwohl es zur Hälfte auch seinem Bruder gehörte) und kaufte sich dafür eine Gitarre! *g*
Meine Kindheit ist mit Musik gefüllt und viele der Bands, die ich ja schließlich schon seit meiner Geburt kenne, höre ich selber auch sehr gern an. Außerdem ist mein eigener Musikgeschmack stark von dem geprägt, was mein Vater an Musikrichtungen hört! (Rock, Klassik und Synthie-Pop.)
Mein Papa hat eine Lieblingsband, die ich selber auch sehr mag: Jethro Tull!
Schon seit fast 40 Jahren begleitet diese Band meinen Vater und seit 26 Jahren dann auch mich, auch wenn es bei mir auch eine Weile brauchte, um die Genialität dieser Band zu erkennen. ^^
Ich war bereits zweimal mit meinem Papa auf einem Konzert dieser Band und es ist für mich immer wieder etwas Besonderes, mit meinem Papa in der Menge zu stehen und Lieder zu hören, die wir beide sehr mögen. ^_^

Am Schluss noch eine kleine Geschichte, die zeigt, wie toll mein Vater ist:

Im Jahr 2007, als mein altes Laptop immer mehr Macken zeigt, wollte ich mir einen neuen zulegen - auch weil ich in meinem Studium wahnsinnig viel schreiben muss. Ich wusste aber auch, dass ich mir selber keinen leisten kann und es selbst als Weihnachtsgeschenk zu groß ist. Mein Papa hat dann ein Angebot herausgefischt, bei dem ich einen Handyvertrag über zwei Jahre und mit je zehn Euro im Monat abgeschlossen hätte. In der festen Überzeugung, dass dem auch so wäre, packe ich Weihnachten mein Laptop aus (an dem ich gerade schreibe) und dann auch das neue Handy. Doch....das ist doch gar nicht das Netz, das ich erwartet hätte?! Nein, ich hatte die alte SIM meiner Mama bekommen, die es mir ermöglicht, kostenlos nach Hause zu telefonieren, und stattdessen hatten meine Eltern die SIM-Karten des Handyvertrages!! Welcher Vater würde sonst sowas für sein Kind tun?
Vielen Dank, Papa!! (Ich hoffe wirklich, dass ich irgendwann in der Lage sein werde, euch all das zurückzugeben, was ihr für mich getan habt, sei es finanzielle Zuwendung oder seelische Unterstützung!)

Zum Glück hat Ian Anderson ein passendes Lied für den heutigen Tag geschrieben:





Alles Gute zu deinem Geburtstag, Papa!

von Tikitaki - veröffentlicht in: Sondermeldungen
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Sunday, 28. february 2010 7 28 /02 /Feb. /2010 18:20
Erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht, wenn wichtige Termine in der Zukunft liegen. Schon wieder ist eine Woche vergangen und manchmal kann ich mich nicht einmal mehr daran erinnern, was ich alles in dieser Zeit gemacht habe!
Als in der Straßenbahn eine Frau zu ihrem Sohn sagte, dass am Montag ja schon (der meteorologische) Frühlingsanfang sei, war ich ziemlich überrascht. Mensch, da warte ich die ganze Zeit auf den Frühling und durch die lange Zeit eisiger Temperaturen und den Schnee schien er auch so fern zu sein. Aber letzte Woche ist es ja sehr warm geworden - und plötzlich erscheinen einem der Winter mit Schnee und Eis weit entfernt...wie schnell sich so etwas wandeln kann. 

Im Moment macht mir meine neue Brille wirklich zu schaffen. Ich habe sie mir machen lassen, weil ich mit meiner alten Sehstärke öfters mal Augen- und Kopfschmerzen bekommen habe und auch feststellen musste, dass ich nicht mehr alles so gut erkenne. Jetzt habe ich seit Dienstag die neue Brille auf und komme immer noch nicht zurecht. Im Gegenteil: heute hatte ich den ganzen Tag über massive Schmerzen und einen blöden Druck auf den Augen. Irgendwas scheint mit der Stärke des rechten Glases nicht zu stimmen. Außerdem drücken die Bügel noch sehr und ich scheine auch nicht richtig zu sehen. Immer noch habe ich das Gefühl, als wäre die Sehstärke nicht richtig oder ungewohnt.
Inzwischen habe ich es aufgegeben und meine alte Brille wieder aufgesetzt. Es hat mich einfach zu sehr belastet. (Nächste Woche werde ich dann nochmal zum Optiker gehen und mich beraten lassen, wie es weitergehen soll - vermutlich läuft es auf eine Überprüfung meiner Sehstärke hinaus, und wenn die tatsächlich nicht mit meiner neuen Brille übereinstimmt, dann habe ich ein Problem. -_-)

Fasten:

Irgendwie ist es mir diese Woche zweimal passiert, dass Leute mich ausgelacht haben, wenn sie von meiner Kaffeetrinkenregel erfahren haben. Ich darf nämlich zum Kaffeetrinken (in meiner Bedeutung: Teetrinken oder auch Teatime) Süßes essen.
Wieso lachen sie?! Ich faste nicht im herkömmlichen Sinne, dass ich wenig esse und auf alles mögliche verzichte. Ich "faste", indem ich nur zu bestimmten Zeiten bestimmte Sachen esse - ich faste eigentlich Disziplinlosigkeit beim Essen. Ich habe mir schon deshalb nicht zur Fastenregel gemacht, dass ich auf Süßes ganz verzichte, weil ich das in meiner Hausarbeitenzeit wohl auch nur schwer durchgehalten hätte bzw. es nichts am Grundproblem geändert hätte. Und "zum Kaffeetrinken Süßes essen" (also in einem Zeitraum zwischen 16 und 18 Uhr) heißt auch nicht, dass ich dann zwei Stunden lang Süßes essen darf. Ich lege mir vorher ein paar Sachen zurecht und das esse ich dann, während ich meinen nachmittäglichen Tee trinke. ^.^ (Meine liebste Tageszeit, weil ich da oft und gerne auch etwas anspruchsvollere Literatur lese, das passt so gut zu meinem Tee.)
Und da ich mittags nur Suppe esse und mein Frühstück mangels Hunger auch nicht viel nahrhafter aussieht, würde ich sowieso nie die Zeit bis zum Abendbrot ohne diese kleine Mahlzeit überleben.

Das schönste am Fasten ist für mich das Einhalten gewisser Regeln, denn irgendwie freut man sich umso mehr darauf, wenn man dann etwas Bestimmtes essen darf. ^^
Das schlimmste: wenn zum Hauskreis Süßigkeiten und Chips mitgebracht werden, die ich sonst auch gerne gegessen hätte, und jeder um mich herum knuspert! >.<

Sonstige Woche:

Ich habe festgestellt, dass ich meine Hausarbeit allen Anschein nach wieder kürzen muss, wie so immer. Denn ich habe zwar schon Bonifatius und Karl den Großen sowie deren Missionsmethoden behandelt, aber mir fehlt der Platz, um ausführlich über eine andere Erscheinung der Mission zu schreiben: den Synkretismus. Da dieser auch ein wichtiger Bereich meines Seminars war, werde ich das auf jeden Fall behandeln - und vier Seiten, in denen auch noch die Zusammenfassung untergebracht werden will, sind deutlich zu wenig.
Ich habe bei Reclam-Bücher gekauft, die sich mit dem Thema "Christianisierung" auseinandersetzen, beides Autoren, die ich kenne und deren Bücher aber nicht auszuleihen sind.
Rudolf Simek: "Die Germanen"
Lutz E. von Padberg: "Die Christianisierung Europas im Mittelalter"


Beide Bücher sind schön lesbar geschrieben und verlieren sich nicht in der Fachsprache. Padberg bringt viele Beispiele, die ich aus anderen Büchern kannte, sogar ausführlicher, und man erfährt so einiges über den Wandel der Kirche, über Missionsmethoden und über Vorfälle in der Zeit der Christianisierung. Simek erläutert die Probleme des Germanenbegriffes (wer oder was waren die Germanen eigentlich) und setzt sich anfangs auch mit dem allgemein gebräuchlichen Germanenbegriff kritisch auseinander (vor allem mit solchen Slogans wie "Die Germanen - die ersten Deutschen" von populär[wissenschaftlich]en Zeitschriften). Dann handelt er ab, was man eigentlich wirklich von den Germanen weiß (oder eben nicht weiß).

Außerdem habe ich diese Woche stricken gelernt, und zwar in einer eigens anberaumten Strickstunde zu dritt. XD Eigentlich habe ich das schon mal vor etwa sechs Jahren noch von meiner Oma gelernt, aber ich hab das ziemlich schnell wieder vergessen, weil keinen Elan gehabt. (Weil mir auch die linksgestrickten Maschen nicht so sehr gefallen.)
Aber irgendwie ist das jetzt anders und ich kann sogar schon einen etwa 20 cm langen Schal (eher "Schälchen") vorzeigen. ^^

http://img413.imageshack.us/img413/2816/dscf2622.jpg

Auf dem Bild ist neben dem kleinen Schal übrigens auch mein neues Nachtschränkchen zu sehen. ^.^
von Tikitaki - veröffentlicht in: Das Leben und ich
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Sunday, 21. february 2010 7 21 /02 /Feb. /2010 22:11
Heute habe ich den lieben langen Tag nichts anderes gemacht, als Mansfield Park von Jane Austen zu Ende zu lesen. Stolz und Vorurteil sowie Emma kenne ich bereits - und auch wenn so einige Mansfield Park für eine großartige Gesellschaftssatire halten, kann ich mit Fanny Price recht wenig anfangen. So tugendhaft und standhaft sie auch sein mag - es fehlt ihr eindeutig der Charme von Emma oder den Bennet-Schwestern. Man hat sogar eher das Gefühl, dass Fannys "bemerkenswerte Willenstärke", die sie trotz ihres demütigen und schüchternen Wesens besitzt, sowie alle anderen moralischen Eigenschaften, eher der Schilderung einer perfekten (Ehe-)Frau der damaligen Zeit dienen als dass man diese wirklich lobenswert finden kann. Natürlich besitzen alle Figuren Austens, die ich bisher kennen gelernt habe, gewisse Schwächen und Mängel. Aber Fanny hat über 600 Seiten (in meiner Ausgabe) Zeit, endlich mal den Mund aufzutun und ihre angebliche Willensstärke in Worte zu fassen, was sie aber leider nur äußerst selten über sich bringt. Einen Teil des Romans verbringt sie sogar im Hintergrund des Romangeschehens und bis auf gelegentliches moralisches Entrüstetsein über das Verhalten ihrer zum Großteil verkommenen Verwandtschaft hört man kaum etwas von ihr.
Spannend wird es dann, als endlich die Bagage ihrer nervigen jüngeren Verwandschaft infolge von Ehe und Genusssucht aus Mansfield Park verbannt sind - denn dann macht sich der Lebemann Henry Crawford an Fanny heran. Doch auch das zieht sich dann ein wenig über viele, viele Seiten, in denen er mit Unterstützung ihres Vormunds und sogar ihrer heimlichen Liebe (Cousin Edmund, der Schwester des Verehrers verfallen) um Fanny wirbt und sie sein Werben zurückweist, ohne aber je einmal wirklich laut zu werden. Nebenbei leidet sie unter der Liebe ihres Edmunds zu Mary Crawford, auch das über 600 Seiten lang.
Das Ende verrate ich nicht. Bis ungefähr 100 Seiten vor Romanende ist nämlich ziemlich unklar, wie das alles ausgehen soll, da Edmund sich mit Mary zu verheiraten gedenkt, und Henry, der Fanny wirklich liebt, immer weiter um sie wirbt. (Neben den spitzfinden Darstellungen der ganzen fast ausnahmslos wenig liebenswerten Charaktere wohl der einzige Vorzug dieses Romans.)
Alles in allem hat der Roman mir schon recht gut gefallen, auch wenn ich mich weder mit Fanny noch mit Edmund und erst recht nicht mit dem Rest der Charaktere wirklich anfreunden konnte. In dieser Hinsicht weit hinter den anderen Romanen von Austen zurückfallend.

Übrigens: Mrs. Norris, die gehasste Katze aus Hogwarts, wurde nach einer Tante Fanny benannt, der berühmt-berüchtigten....ja, richtig! Mrs. Norris!
Sie ist wirklich ein unglaublich ätzender Charakter, schade, dass ihr nie jemand mal eine gescheuert hat. *grr* Sie glaubt, sie sei die Weisheit und Güte in Person, sie glaubt, sie leitet als Verwandte/Pseudohaushälterin Mansfield Park und ist generell für alles Gute verantwortlich - und ist auch die einzige, die diesem Glauben erliegt. Ganz furchtbare Person! >.< Aber sehr sarkastisch dargestellt. *grins*
von Tikitaki - veröffentlicht in: Die Bücher und ich
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Sunday, 21. february 2010 7 21 /02 /Feb. /2010 21:30
Ich habe mir von Anfang an gedacht, was für eine glückliche Fügung den Aschermittwoch doch so auf die Mitte der Woche gelegt hat. Denn da ist der Sonntag doch schon mal eine halbe Woche näher, als wenn es einen Aschermontag gäbe!
Ich vertrete das Prinzip, dass der siebte Tag der Erholung dient - auch der Erholung vom Fasten. Nebenbei ist das ebenfalls pragmatisch gedacht, denn a) lässt es sich leichter fasten, wenn man weiß, dass man wenigstens einmal in der Woche seinen Lastern frönen könnte und b) halte ich Suppe nicht für ausreichend nahrhaft. ^^
Ich sagte übrigens "könnte", weil ich heute, außer dass ich einen Döner anstatt der Suppe zu Mittag hatte, weder Schokolade gegessen habe noch sonst etwas, das mir unter der Woche quasi verboten wäre. O_O Ich hatte schlicht und ergreifend keinen Appetit.

Am Mittwoch und auch noch am Donnerstag hatte ich ganz schön damit zu kämpfen, zu einer abendlichen Folge von irgendeiner Animeserie nicht mal eben noch etwas Süßes zu holen - oder auch, wenn ich fleißig an meiner Hausarbeit geschrieben habe, nicht daran zu denken, dass sich in meiner Wohnung noch Süßigkeiten befinden.
Freitag und Samstag habe ich daran wirklich nicht mehr gedacht. Es ist ja auch nicht so, dass ich hungere. (Auch wenn ich in den ersten Tagen echt ganz schön viel Hunger hatte, weil ich morgens meistens wenig Appetit hatte und mittags nur Suppe gegessen habe.) Ständig Hunger zu haben kann ich mir gar nicht leisten, denn das beeinträchtigt -- nicht wie bei anderen Leuten die Kraft ;) -- mein Denkvermögen doch ziemlich. Und Denken sollte doch eine der Voraussetzungen bei Hausarbeiten sein. XD
Man sieht also, ich kann sie bisher als eine erfolgreiche erste halbe Fastenwoche bezeichnen. ^^

Das einzige, was mir wahrlich noch nicht so gelingen will, ist das Einstellen von Zeitperplemperei im Internet. T_T Ich hoffe, das ändert sich irgendwann auch mal noch.

von Tikitaki - veröffentlicht in: Das Leben und ich
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Wednesday, 17. february 2010 3 17 /02 /Feb. /2010 19:43
Heute ist Aschermittwoch und damit beginnt die traditionelle Fastenzeit bis Karsamstag. Ich habe mir dieses Jahr wieder einmal vorgenommen, in den Club der Faster einzusteigen. (Ganz nett da.) Also werde ich jeden Tag Suppen oder Eintopf essen bzw. das billigste Essen der Mensa oder Salat. Desweiteren sind Schokolade und andere Süßigkeiten oder Zwischensnacks tabu - es sei denn zum Kaffeetrinken (was bei mir auch eher eine 'Teatime' ist).
Warum habe ich mir genau das auf meine Fastenliste gesetzt?
Nun ja, es ist Hausarbeitenzeit. *lach* Wenn man ständig vorm Computer sitzt und grübelt, wie man das neue Kapitel einleiten soll, dann bekommt man irgendwie und so ganz plötzlich Heißhunger! (Genauso, wie man plötzlich aufräumen möchte - aber das faste ich mal lieber nicht...)
Und da der Kühlschrank nicht so weit weg ist, dass ich beim Holen des Snacks Kalorien verbrennen würde, kommt mein Heißhunger irgendwann mal bei meiner Figur an. Soll nicht gesund sein, hab ich gehört. =.= Außerdem merke ich immer wieder, dass mein Wille und mein Handeln zwei unterschiedliche Dinge sind! (Ehrlich, ich merke schon nicht, wenn meine Hand zum Joghurt greift! O.O *unschuldig guck*)
Für mich ist das eine Frage der Disziplin - daher habe ich genau diese Regeln und keine anderen für meine Fastenzeit. :)

Nun ja, drückt mir die Daumen! Ich hab noch 39 Tage vor mir! >.<



Gestern war ich in 'Sherlock Holmes':

http://img213.imageshack.us/img213/4994/sherlockholmes2009warne.jpg
Ich bin eigentlich ohne große Erwartungen hineingegangen. Ich wollte ähnlich wie damals bei 'Wolverine' einfach gutes Actionkino mit tollen Bildern und halbwegs interessanten Gestalten sehen. (Baller-Baller-Action ist ja nichts für mich.) Aaaaaber! Ich war sehr überrascht, dass nicht nur die Bilder toll sind, der Soundtrack mich umhaut, die Action klasse ist und Robert Downey und Jude Law ein tolles Gespann abgeben, sondern dass mich auch die Story wirklich überzeugt hat. Robert Downey ist kein besonders akkurater Holmes, sondern eher ein verkapptes Genie, irgendwo zwischen Genialität und Wahnsinn und kaum in der Lage, ein soziales Leben zu führen. Und nun nimmt eine Frau ihm auch noch die letzten Reste menschlicher Bindungen in Gestalt von Dr. Watson weg! Dr. Watson will heiraten und ausziehen - und Holmes will das nicht. Hier entspinnt sich eine leidenschaftliche Schlacht voller Hass, Liebe und Bewunderung! Wird Mary es schaffen, ihren Watson aus den Fängen des listenreichen Holmes zu befreien, der ihn versklavt und nur bei sich behält, damit er irgendjemandem seine Brillianz vorspiegeln kann? Und gelingt es ihr, die scharfsinnigen Finten ihres Gegners abzuwehren?!
Achja, so ganz nebenbei begeben sich Holmes und Watson auf die Suche nach des Rätsels Lösung: denn der mysteriöse Lord Blackwood (der die schwarze Seele schon im Namen trägt) bringt nicht nur schöne Frauen um - er überwindet sogar den Tod! Geheimorden, schwarze Magie - ein Fall für den realistisch bleiben wollenden Sherlock Holmes? Aber immer doch! Je größer das Rätsel, um so stärker der Drang, dieses zu lösen!
Robert Downey überzeugt mich als etwas verrückter, leicht asozialer, amüsierter, aber hervorragender Faustkämpfer und Denker. Und während mir Jude Law in 'Parnassus' nun wirklich gar nicht gefiel, ist er im Zwiegespann mit Downey ein klasse Ergänzungspart für Holmes logische Spielchen. Und der Soundtrack! Interessanterweise habe ich mich an meinen Ungarn-Urlaub und die hiesigen Zigeunerkapellen erinnert gefühlt. Was wohl daran liegt, dass Hans Zimmer ebenfalls das charakteristische Zymbal verwendet, das man einmal hört und nie wieder vergisst.
Aber das ist eigentlich unwichtig. Viel wichtiger: werden Mary und Watson schlussendlich heiraten dürfen?! *bibber*



Heute habe ich auch endlich an meiner Hausarbeit ('Germanenmission', wer nicht aufgepasst hat) weitergeschrieben. Immerhin trotz kurzzeitiger Schreibblockade drei Seiten. Schwierig ist das schon, wenn man vor der Überschrift sitzt und eigentlich weiß, was man alles schreiben möchte, doch nicht weiß, wie und in welcher Reihenfolge? Und überhaupt, wie fängt man bloß an?! Na, glücklicherweise habe ich durch mein Referat schon eine halbwegs logische Reihenfolge in meinen Gedanken, auch wenn ich die Hausarbeit anders gestalte als mein Referat.
So. Und jetzt habe ich Hunger. Zeit fürs Abendbrot.

Nebenbei: wie kommen die alle nur auf die Idee, dass Robert Downey Jr. tuntig rüberkommt? O_o
von Tikitaki - veröffentlicht in: Das Leben und ich
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