Melusine, Magelone und ich
Im Moment passiert hier in meinem Leipziger Domizil nichts besonderes: ich muss mich mit dem Unialltag herumschlagen und sollte anfangen, auf meine Klausuren zu lernen.
Phonologie (Lautlehre): Wirklich interessant! Vor allem, wenn man Einblicke in die Entwicklung der chinesischen Sprachentwicklung bekommt und nun weiß, wie man Shanghai fast richtig ausspricht. ;) Phonologie ist aber auch so sehr interessant, vor allem für jemanden, der Dialektsprecher ist (oder sein kann) - man könnte lernen, wie man "richtig" spricht. (Muss man aber nicht...) Aber es ist schon recht erhellend, wenn man weiß, warum manche Wörter auf diese spezielle Weise gesprochen werden und wenn man neue Laute etwas leichter lernen kann, weil man mit Fachbegriffen wie "alveolar gebildet" etwas anfangen kann. Theoretisch müsste ich nun in der Lage sein, ein "th" richtig zu sprechen. ;)
Wer behauptet, Japaner und Chinesen könnten kein "r" bilden, liegt im Übrigen falsch...
Melusine & Magelone: Weniger interessant, denn man darf sich durch über 200 Seiten Frühneuhochdeutsch schlagen. Man müsste denken, dass es doch nicht schwer sein dürfte, es ist ja immerhin nur eine Vorstufe vom Neuhochdeutschen - so einfach ist das jedoch nicht. :( Ich habe herausgefunden, dass man den Sinn am ehesten versteht, wenn man den Text laut liest. (Und wenn man einige Regeln kennt, wie "im"="ihm".) Dann kommt noch hinzu, dass man auf heutigem Niveau auch wirklich über einige Formulierungen lachen muss, weil sie schon fast kindlich klingen (oder der Wortsinn sich verändert hat). Sowas wie: "Sy sprach zu im: Reymund aller liebster herre und gemahel wie gehabet ir eüch oder wie ist eüch/ seyt ir plo(e)de oder was gepricht eüch/ vo(e)rchtent oder besorgent ir eüch. [...]" Jaja, da hat man es wieder: auch die Frauen der damaligen Zeit zweifelten schon am Verstand ihrer Männer. Vor allem, wenn sie wie in diesem Fall, aus für die Frau unersichtlichem Grund sich den ganzen Tag in die Kammer einsperren, sich nackt ausziehen und herumjammern.
Vielleicht sollte ich aber hinzufügen, dass "plöde" damals "schwach" hieß und Melusine sich einfach nur Sorgen um die (geistige? ) Gesundheit ihres Mannes macht - und der jammert deswegen, weil er ein Treuegelübde ihr gegenüber gebrochen hat, nachdem er sie niemals Samstags suchen soll. Denn Samstags verwandelt sie sich teilweise in eine Schlange... (Was für eine Assoziation! ) ...sie ist eine Fee.
Nachher - und ich hoffe, das Wetter spielt mit - wollen meine Cousine und ich noch Fotos für den 80. Geburtstag unserer Oma machen. Ich wette, wir stehen im Zoo, wollen ein Bild machen und es fängt an zu schütten, dass es der Sintflut Ehre macht.
Phonologie (Lautlehre): Wirklich interessant! Vor allem, wenn man Einblicke in die Entwicklung der chinesischen Sprachentwicklung bekommt und nun weiß, wie man Shanghai fast richtig ausspricht. ;) Phonologie ist aber auch so sehr interessant, vor allem für jemanden, der Dialektsprecher ist (oder sein kann) - man könnte lernen, wie man "richtig" spricht. (Muss man aber nicht...) Aber es ist schon recht erhellend, wenn man weiß, warum manche Wörter auf diese spezielle Weise gesprochen werden und wenn man neue Laute etwas leichter lernen kann, weil man mit Fachbegriffen wie "alveolar gebildet" etwas anfangen kann. Theoretisch müsste ich nun in der Lage sein, ein "th" richtig zu sprechen. ;)
Wer behauptet, Japaner und Chinesen könnten kein "r" bilden, liegt im Übrigen falsch...
Melusine & Magelone: Weniger interessant, denn man darf sich durch über 200 Seiten Frühneuhochdeutsch schlagen. Man müsste denken, dass es doch nicht schwer sein dürfte, es ist ja immerhin nur eine Vorstufe vom Neuhochdeutschen - so einfach ist das jedoch nicht. :( Ich habe herausgefunden, dass man den Sinn am ehesten versteht, wenn man den Text laut liest. (Und wenn man einige Regeln kennt, wie "im"="ihm".) Dann kommt noch hinzu, dass man auf heutigem Niveau auch wirklich über einige Formulierungen lachen muss, weil sie schon fast kindlich klingen (oder der Wortsinn sich verändert hat). Sowas wie: "Sy sprach zu im: Reymund aller liebster herre und gemahel wie gehabet ir eüch oder wie ist eüch/ seyt ir plo(e)de oder was gepricht eüch/ vo(e)rchtent oder besorgent ir eüch. [...]" Jaja, da hat man es wieder: auch die Frauen der damaligen Zeit zweifelten schon am Verstand ihrer Männer. Vor allem, wenn sie wie in diesem Fall, aus für die Frau unersichtlichem Grund sich den ganzen Tag in die Kammer einsperren, sich nackt ausziehen und herumjammern.
Vielleicht sollte ich aber hinzufügen, dass "plöde" damals "schwach" hieß und Melusine sich einfach nur Sorgen um die (geistige? ) Gesundheit ihres Mannes macht - und der jammert deswegen, weil er ein Treuegelübde ihr gegenüber gebrochen hat, nachdem er sie niemals Samstags suchen soll. Denn Samstags verwandelt sie sich teilweise in eine Schlange... (Was für eine Assoziation! ) ...sie ist eine Fee.
Nachher - und ich hoffe, das Wetter spielt mit - wollen meine Cousine und ich noch Fotos für den 80. Geburtstag unserer Oma machen. Ich wette, wir stehen im Zoo, wollen ein Bild machen und es fängt an zu schütten, dass es der Sintflut Ehre macht.
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